Selten aber doch kommt es vor, dass ein Hausverwaltungsunternehmen “untergeht”. Zwei der Gründe dafür sind die Zahlungsunfähig mit gerichtlich bewilligter Insolvenz oder der Tod des Unternehmers.

Folgen

Bei Insolvenz bzw. Tod des Unternehmers steht man als Wohnungseigentümer oft vor der Tatsache, dass die Vollmacht des Hausverwalter mit sofortiger Wirkung erlischt. Die Hausverwaltungskonten werden aller Wahrscheinlichkeit nach von der Bank gesperrt werden müssen. Es sind keine Einzahlungen oder Anweisungen von diesem Konto aus mehr möglich. Zum Beispiel können Strom- und Gaslieferungen dann nicht mehr bezahlt werden und die Versorger sperren über kurz oder lang, Strom und Gas ab. Da in diesem Szenario niemand mehr bevollmächtigt ist die Eigentumsgemeinschaft zu vertreten, kann die Lieferung von Strom und Gas auch nicht umgehend wieder aufgenommen werden. Mit nicht durchgeführten Zahlungen tritt meist auch ein Zinslauf in Gang der zu empfindlich hohen Kosten für die Eigentumsgemeinschaft führen kann.

Lösung

Als Wohnungseigentümer empfiehlt es sich, ein Angebot einer neuen Hausverwaltung einzuholen und das Gericht zu beauftragen, diese neue Verwaltung zu bestellen. Anträge mit vorliegenden Angeboten werden oft schneller bearbeitet. Die Beauftragung des Gerichts zur Bestellung einer neuen Hausverwaltung sollte bestenfalls durch einen Anwalt durchführen zu lassen.

Sie können auf diese Weise Ihre Wohnungseigentumsgemeinschaft vor größerem Schaden bewahren.